Die Welt und die Bonbons

Ich dachte, "ich muss mal wissen, wie es ist, wenn man weniger hat". Also ging ich zum Bund. Ich brauchte dringend Erziehung und mehr Disziplin, weil diese Welt nahm ich nicht ernst. "Je schlimmer es ist, desto lustiger ist es", so kann man es sich denken. Darüber lachen, selbst wenn man heulen muss und es richtig weh tut, überall. 

 

Also hatte ich weniger. Und die Erfahrung machte ich früher und auch sonst, das sind jedoch Detailfragen, die gerade nicht von Bedeutung sind. 

 

Am zweiten Tag mit der "Durchschlageübung" und Hunger und Durst, da gibt der Mensch ein Königreich für ein Bonbon. Da ist nach ein paar Tagen ein Bonbon mehr Wert wie ein Haus im Zweifel. Nach 30 Stunden Marsch oder 40 dann in und durch die Nacht, wer weiß es, waren wir im Kreis gelaufen, 1,5 Stunden völlig umsonst. Das Problem ist nicht die Situation, sondern dass man darauf nicht vorbereitet war, dass es so kommen würde. 

 

Am Morgen dann musste man auf die Kameraden achten, denn wer stehen geblieben war, schlief im Stehen ein und blieb dann zurück. Dann sinkt die Moral und die Hygiene, sowie die geistige Hygiene "alles egal". Ich will nach Hause", so in etwa sind die Aussagen. "Der eine mag den Rucksack nicht mehr", den muss dann ein anderer tragen. Doppeltes Gewicht. Das sind nur ganz primitive Übungen gewesen, nichts weiter, kein Feindbeschuss wie in der Realität es sein kann, es war im Herbst, also noch kein Schwitzen unter der Kleidung mit solch äußerer Kälte, keine Eiseskälte in der Nacht. 

 

Esau verkauft sein Erstgeburtsrecht

 

Unter Christen, die hier mit vollem Magen sind, höre ich dann "ja, der Esau, der hat das Erstgeburtsrecht verkauft für ein Mahl" und dann wird da schlecht über ihn gesprochen.

 

Ich meine, was soll ich sagen? Da wird über Petrus gesprochen "Ja, der Petrus hat Jesus drei mal verraten" - "der Petrus, der konnte nicht über Wasser gehen" - "der Petrus hieb dem das Ohr ab" - "der Petrus und die Steuer" - "der Saul hat nicht nach Gottes Weisung gehandelt - im Sinne von "könnte mir alles nicht passieren". 

 

Dann wird da gesprochen über die verlorene und abgefallene Welt. Da sage ich "pass mal auf, wenn Du auf der Straße wärst und nichts hättest, oder Du hättest Hiobsbotschaften" bekommen, da möchte ich dich einmal sehen. 

 

Da wird getönt, was die Posaunen hergeben. Dann endet das damit, dass ich verachtet werde oder derjenige welche bin, welcher das ja gesagt und dann der Fingerzeig.

So ist das heute unter Christen. 

 

Ich fühlte mich besser unter Spirituellen, ich wurde unter Moslems besser behandelt und freundlicher aufgenommen, ich wurde von den bösesten Leuten besser behandelt, wie heute von Christen. So war das, deshalb gehe ich nicht in Gemeinde. Weil ich das Gerede nicht ertrage. Noch Fragen zu Gemeinde? 

 

Dann wird das so behandelt "Es steht doch geschrieben, dass man euch hassen wird". Das aber ist gar nicht die Ursache, sondern es kommt daher, dass der Christ in Deutschland manchmal ein wenig übermütig ist. Es werden Wahrheiten verdreht. 

 

Da kann ich nur vor warnen, denn der Herr sieht es und wird das beantworten. Er ist ein unbestechlicher Richter, da kann man nicht sagen "der Herr steht zu jeder Zeit auf meiner Seite, egal was ich auch tue oder egal, wie ich spreche" mit dem Hintergedanken von einem Bonuskonto. 

 

Sammelt Euch Schätze im Himmelreich, heißt es. 

 

Man sollte sich in acht nehmen, über die leichtfertig zu sprechen, die in der Bibel einen Namen haben und seien es "die größten Versager und das Übelste Gesinde überhaupt" gewesen. Würde ich ein wenig darüber nachdenken. Gesinde auch im Sinnen von Haushalter. 

 

Randthema, über wen die Welt so alles lästert und ob das so sein muss: Der Präsident der VSA schwört auf die Bibel. Jesus aber sagt "du sollst nicht schwören". Können wir also annehmen, dass Menschen, weil sie in höheren Positionen sitzen, in allem schlauer und weiser und gelehrter sind. Ist es dann aber gleichermaßen richtig, dass der Blätterwald über jeden herzieht, wie es gerade gefällt? Die Journaille?

 

Auf wen soll man sich verlassen, auf wen kann man sich verlassen. Und was geschieht, wenn wer von wem verlassen ist. Und was kommt dann. Wer will als Verlassener nach Hause wohin zurück kehren und wie macht er das. Darüber sollte der Unbekehrte nachdenken und der Christ sollte nachdenken, ob er sich selbst erweckt hat und ob es selbstverständlich ist wie in Europa in Saus und Braus leben zu können. 

 

Mit Saus und Braus meine ich: Warm Wasser, Essen, Trinken, Unterkunft, Frieden. Sollten Menschen dann die Weltuntergangsplatte denken? Oder sich solches anhören? Ist es nicht Zeit, die zurecht zu weisen, die das tun? 

 

Schicke diesen Link, wenn Du einen Weltuntergangsprediger hörst und keine Lust hast, dich mit ihm herum zu streiten "von wegen dann hat er gerade keine Zeit mehr, die Argumente anzuhören."

 

Wer die Bibel benutzt, Menschen Angst zu machen, in dessen Haut möchte ich nicht sein. Die Bibel ist die gute Botschaft, die gute Hoffnung. Müssen Prediger / Gemeinden darüber nachdenken und sich selbst prüfen. 

 

Wie wäre es, in der Welt nicht mehr gekannt zu sein, biblische Plagen, Verachtung, kein zu Hause. Alles weg. Hass, Hohn und Spott. Nichts zu Essen, kein sauberes Wasser über mehrere Tage, alle Türen zu. 

 

So mag Erziehung aussehen und der Herr lässt sich nicht spotten. Und Christen kann er auch ganz schnell ausladen. Ist für Jesus gar kein Problem. Lädt er sich neue Hochzeitsgäste ein. Wer soll ihm das sagen "wer ist Gottes Berater gewesen".

 

Wenn also jemand ein Bonbon hat, ist das mehr wie keines und manchmal hat es höheren Wert wie ein ganzes Haus und wer im Geringsten treu ist.........