Warnung vor Irrlehrern

2. Johannes 

Warnung vor Irrlehrern

Denn viele Verführer sind in die Welt hinausgegangen, die nicht bekennen, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist. Das ist der Verführer und der Antichrist. 
Seht euch vor, dass ihr nicht verliert, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangt. 
Wer darüber hinausgeht und bleibt nicht in der Lehre Christi, der hat Gott nicht; wer in der Lehre bleibt, der hat beide, den Vater und den Sohn. 
10 Wenn jemand zu euch kommt und bringt diese Lehre nicht, nehmt ihn nicht auf in euer Haus und grüßt ihn auch nicht. 11 Denn wer ihn grüßt, der hat teil an seinen bösen Werken.

Aus der John MacArthur Studienbibel

 

Vers 7 viele Verführer. Vgl. Mk 13,22,23

 

Mk 13

22 Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen. 23 Ihr aber, habt acht! Siehe, ich habe euch alles vorhergesagt.

 

1 Tim 4,1-4

Verführung und Abfall vom Glauben in der letzten Zeit

1 Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden  2 durch die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind. Sie verbieten zu heiraten und Speisen zu genießen, die doch Gott geschaffen hat, damit sie mit Danksagung gebraucht werden von denen, die gläubig sind und die Wahrheit erkennen. 4 Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, wenn es mit Danksagung empfangen wird;

 

2 Pt 2,1

Warnung vor falschen Lehrern und verderblichen Sekten

1 Es gab aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die heimlich verderbliche Sekten einführen, indem sie sogar den Herrn, der sie erkauft hat, verleugnen; und sie werden ein schnelles Verderben über sich selbst bringen.

 

1 Joh 4,1

Notwendigkeit, die Geister zu prüfen

41 Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen.

 

In Vers 7-11 führt Johannes Grenzen der christlichen Gastfreundschaft auf. Dies ist Johannes’ Grundgedanke in diesem Brief, der die beiden ersten Punkte erweitert. Da der Teufel als ein Engel des Lichts erscheint

 

2 Kor 11

13 Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die sich als Apostel des Christus verkleiden. 14 Und das ist nicht verwunderlich, denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts. 15 Es ist also nichts Besonderes, wenn auch seine Diener sich verkleiden als Diener der Gerechtigkeit; aber ihr Ende wird ihren Werken entsprechend sein.

 

...

müssen Gläubige vor Irrtümern auf der Hut sein, indem sie mit der Wahrheit wohl vertraut sind. die nicht bekennen, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist. Die Originalsprache vermittelt den Gedanken, dass jemand die unverminderte Gottheit und Menschheit Christi beständig leugnet.

 

Die biblische Christologie behauptet, dass Christus zugleich vollkommen Gott und Mensch war, mit allem, was zur Erfüllung der Erlösungsabsichten erforderlich war. Der Kern der schlimmsten Irrtümer falscher Religionen, Irrlehren und Sekten konzentriert sich auf die Leugnung des wahren Wesens Jesu Christi.

 

Vers 8 dass wir nicht verlieren, was wir erarbeitet haben. Obwohl Gläubigen generell eine Belohnung für Gastfreundschaft verheißen ist (z.B. Mt 10,41; 25,40; Mk 9,41), ist der Gedanke hier die volle Belohnung des Christen für alles Gute, das er getan hat

(s. 1Kor 3,10-17; 2Kor 5,9,10).

 

Jeder Christ kann davon etwas verlieren, wenn er die Gemeinschaft nicht auf der Grundlage des Festhaltens an der Wahrheit misst (Kol 2,18,19; 3,24,25). Das ist eine ernste Warnung. Die ewige Belohnung eines Christen kann durch das Unterstützen und Begünstigen falscher Lehren geschmälert werden, obwohl er die richtige geistliche Sichtweise über Christus haben mag.

 

1 Kor 3

10 Gemäß der Gnade Gottes, die mir gegeben ist, habe ich als ein weiser Baumeister den Grund gelegt; ein anderer aber baut darauf. Jeder aber gebe acht, wie er darauf aufbaut. 11 Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. 12 Wenn aber jemand auf diesen Grund Gold, Silber, kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh baut, 13 so wird das Werk eines jeden offenbar werden; der Tag wird es zeigen, weil es durchs Feuer geoffenbart wird. Und welcher Art das Werk eines jeden ist, wird das Feuer erproben. 14 Wenn jemandes Werk, das er darauf gebaut hat, bleibt, so wird er Lohn empfangen; 15 wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden erleiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch. 16 Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid, und dass der Geist Gottes in euch wohnt? 17 Wenn jemand den Tempel Gottes verderbt, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig, und der seid ihr.   

 

2 Kor 5

9 Darum suchen wir auch unsere Ehre darin, dass wir ihm wohlgefallen, sei es daheim oder nicht daheim. 10 Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl des Christus offenbar werden, damit jeder das empfängt, was er durch den Leib gewirkt hat, es sei gut oder böse.      

 

5,10 Eine Beschreibung der tiefsten Motivation des Gläubigen und seines höchsten Ziels, Gott zu gefallen, d.h. die Erkenntnis, das jeder Christ unausweichlich und letztendlich Gott gegenüber Rechenschaft ablegen muss. Richterstuhl des Christus. »Richterstuhl« bezieht sich bildhaft auf den Platz, wo der Herr sitzen und das Leben der Gläubigen beurteilen wird, um ihnen dann ewigen Lohn zuzuteilen. Es ist eine Übersetzung des gr. Wortes bema. Das war eine erhöhte Plattform, wo die Sieger von Sportwettkämpfen (z.B. bei den Olympischen Spielen) ihre Krone erhielten. Im NT bezeichnet dieser Begriff auch den Richterplatz, wo Jesus vor Pontius Pilatus stand (Mt 27,19; Joh 19,13). Hier ist jedoch sicher der Vergleich aus dem Sport gemeint. In Korinth gab es einen solchen Preisrichterplatz, wo sowohl Siegerehrungen von Sportlern als auch zivile Urteile vorgenommen wurden (Apg 18,12-16). Somit verstanden die Korinther, was Paulus damit meinte. was er durch den Leib gewirkt hat. Die Werke, die der Gläubige während seiner Dienstzeit auf Erden getan hat. Die Sünden gehören nicht dazu, denn deren Gericht fand am Kreuz statt (Eph 1,7). Paulus meint damit alles, ein Gläubiger während seines Lebens tut. Das bestimmt seinen ewigen Lohn und sein Lob von Gott. Was Christen in ihren vergänglichen Körpern tun, wird sich in Gottes Augen auf die Ewigkeit auswirken (s. Anm. zu 1Kor 4,3-5; vgl. Röm 12,1.2; Offb 22,12). es sei gut oder böse. Diese gr. Begriffe beziehen sich nicht auf moralisch Gutes oder Böses. Das Problem der Sünde wurde durch den Tod Jesu vollständig erledigt. Paulus vergleicht vielmehr lohnende Taten von ewigem Wert mit nutzlosen Taten. Ihm ging es nicht darum, dass Gläubige sich etwa nicht an bestimmten nützlichen irdischen Dingen erfreuen sollten, sondern dass sie Gott damit verherrlichen und ihre Zeit und Kraft in erster Linie für das einsetzen sollten, was Ewigkeitswert hat (s. Anm. zu 1Kor 3,8-14).

 

Kol 2

18 Lasst nicht zu, dass euch irgendjemand um den Kampfpreis bringt, indem er sich in Demut und Verehrung von Engeln gefällt und sich in Sachen einlässt, die er nicht gesehen hat, wobei er ohne Grund aufgeblasen ist von seiner fleischlichen Gesinnung,  19 und nicht festhält an dem Haupt, von dem aus der ganze Leib, durch die Gelenke und Bänder unterstützt und zusammengehalten, heranwächst in dem von Gott gewirkten Wachstum.        

 

 

Vers 9 Jeder, der … nicht in der Lehre des Christus bleibt, der hat Gott nicht. Untreue gegenüber den fundamentalen, gesunden Lehren des Glaubens (eine richtige Sichtweise über die Person und das Werk Christi, Liebe und Gehorsam) kennzeichnet eine Person, die nicht wiedergeboren ist (1 Joh 2,23; 3,6-10; 4,20,21; 5,1-3).

 

Das Wort »bleiben« beinhaltet den Gedanken konstanten Festhaltens und warnt davor, dass diese Grundlagen nicht verändert werden dürfen oder den neuesten Trends oder philosophischen Gedanken unterliegen.

 

1 Joh 2

23 Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht. Wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater.

 

1. Joh 3

6 Wer in ihm bleibt, der sündigt nicht; wer sündigt, der hat ihn nicht gesehen und nicht erkannt.7 Kinder, lasst euch von niemand verführen! Wer die Gerechtigkeit übt, der ist gerecht, gleichwie Er gerecht ist. 8 Wer die Sünde tut, der ist aus dem Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre. 9 Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde; denn Sein Same bleibt in ihm, und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist. 10 Daran sind die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels offenbar: Jeder, der nicht Gerechtigkeit übt, ist nicht aus Gott, ebenso wer seinen Bruder nicht liebt.    

  

1. Joh 4  

20 Wenn jemand sagt: »Ich liebe Gott«, und hasst doch seinen Bruder, so ist er ein Lügner; denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann der Gott lieben, den er nicht sieht? 21 Und dieses Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, auch seinen Bruder lieben soll.   

 

1. Joh 5

Der wahre Glaube und seine Früchte

1 Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, der ist aus Gott geboren; und wer den liebt, der ihn geboren hat, der liebt auch den, der aus Ihm geboren ist. 2 Daran erkennen wir, dass wir die Kinder Gottes lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote halten. 3 Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.  

 

Vers 10 den nehmt nicht auf ins Haus und grüßt ihn nicht. Johannes’ Verbot bezieht sich nicht auf Leute, die in untergeordneten Dingen anderer Meinung sind. Diese falschen Lehrer führten einen richtigen Feldzug, um die fundamentalen Wahrheiten des Christentums zu zerstören. Eine vollständige Trennung von solchen Irrlehrern ist für echte Gläubige die einzig angebrachte Verhaltensweise. Keine Art von Unterstützung oder Hilfe (nicht einmal ein Gruß) ist erlaubt. Christen sollten nur denen helfen, die die Wahrheit verbreiten (V. 5-8).

 

11 macht sich seiner bösen Werke teilhaftig. Solchen Führern Gastlichkeit zu erweisen, fördert die Verbreitung ihrer Irrlehre und hinterlässt unweigerlich den Eindruck, den Lehren dieser Antichristen zu zustimmen (vgl. 1Joh 2,22). Allein die Treue zu Gott und seinem Wort muss das Handeln eines jeden wahren Gläubigen bestimmen.

 

1 Joh 2

22 Wer ist der Lügner, wenn nicht der, welcher leugnet, dass Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet.