Geschichten aus dem Alltag / Kompromisse

So ist das überall im Leben, wenn es um die Wahrheit geht. Wir nehmen das Beispiel eines Pastoren / Evangelisten / Predigers. Er hat Frau und Kinder. Er hat es geschafft, endlich nach Jahren des Kampfes ist er dort, wo er auch sein Ziel gesetzt hatte. Jeder Mensch hat Ziele im Leben. Der eine so, der andere so. Wir gehen ein normales Beispiel durch. 

 

Der Gläubige (hier wie gesagt: ein Pastor / oder Prediger, vielleicht Evangelist), er denkt nach: "Ich habe noch nie bei der Kilometerangabe in der Steuererklärung geschummelt und auch noch nie die Versicherung betrogen und auch keine Leistungen erschlichen". 

 

"Regelmäßig leiste ich Dienste, 40 Stunden die Woche an der Gemeinde, ich trinke nicht, ich lebe ganz anders wie die Welt, nehme keine Medikamente, bin nicht kauf- oder spielsüchtig und ich schaue auch kaum Fernsehen, ich bin ganz gut gewachsen die letzten Jahre im Glauben, das ist enorm". 

 

Da kommt seine Frau durch die Tür: "Schatzi, wir haben eine Nachricht von der christlichen Privatschule erhalten, die Kinder sind dort angenommen" -

"Kosten so und so....."

 

Er: "öhhh, ich wollte doch gerade am Wochenende über den Glaubensabfall in den Gemeinden sprechen, die unerwünschte Anpassung der Kirche an die Welt und Leute, die sich jetzt schon länger nicht bekehren wollen, rauswerfen"

 

Sie: "Du kannst jetzt nicht auf Weltenretter machen, Schatzi, wir brauchen das Geld für die Ausbildung der Kinder oder willst Du, dass ihnen das versagt bleibt, die Tür ist doch offen, es hat Segen. Ohne diese Schule werden die Kinder vielleicht vom Glauben weglaufen, Du weißt doch wie die öffentlichen Schulen sind und all die Anfechtungen und der Ärger, den Kinder von Gläubigen ertragen müssen und jeder zeigt mit dem Finger auf sie, wenn sie Fehler machen" → "...... und wenn Du jetzt Ärger bekommst in der Gemeinde, das wird den anderen Pastoren nicht gefallen, wenn Du so auf der Gemeinde rumhackst" → "Du musst das ein wenig anpassen, was ist Dir wichtiger, ich und die Kinder oder....."

 

Er denkt sich "Oh Mann..... Eigentlich ist Jesus der Herr und wie soll ich all das lösen. Ich kann doch nicht meine Frau und die Kinder so einfach vernachlässigen, ich meine wie sollen die reagieren, was soll bloss werden. Ich habe ohne die Familie keine Kraft, kann nicht ohne sie leben, will aber auch keinen Streit und als Gläubiger / Pastor / Familienvater muss ich doch eine gute Familie haben und sowieso, weil ich meine Frau und die Kinder irre liebe........"

 

"Jesus, was mach` ich nur."

 

So nun geht jeder im Leben seine persönlichen Kompromisse ein und muss das auch, die nach außen hin nicht sichtbar sind und es findet dahingehend auch kein solcher Diskurs statt und Jesus aber weiß das alles. 

 

Natürlich kann jeder Christ alle und alles verlassen und Jesus nachfolgen. Das ist aber nicht, was die Bibel durch den Glauben ausdrücken möchte. Das Leben für den Glauben hingeben und aber auch wissen, da gibt es bei jedem Fragen, die gar nicht wirklich beantwortet werden und auch nicht müssen. 

 

 

Jesus weiß, dass jeder im Leben solche oder ähnlich gelagerte Probleme hat oder haben wird. Wir sind Menschen, wir sind Beziehungswesen, wir sind schwach. Wir sind bekehrt / gläubig, wir sind Kinder Gottes, aber wir sind nicht Gott. 

 

Wir können gewisse Dinge gut machen oder besser, aber wir können nur auf die Gnade, den Langmut und die Zuneigung Gottes hoffen und danken und wir müssen Glauben haben.

 

So steht es auch geschrieben. 

 

Das Leben aus Glauben

Jesus hat das Erlösungswerk vollbracht. 

Er hat das Leben gemacht und er hat es neu gegeben. 

Wenn wir es hätten selbst vollbringen können, 

hätte er nicht kommen müssen. 

Wir können nichts dazu beitragen.