Das Böse und wie es denkt

 

Das Böse macht eine Sache: Es will Böses tun. Weil aber dem entgegen die Gesetze stehen, so muss es eine Religion erfinden, was darüber steht. Orientalische Religion ist da genau recht. 

 

Das Böse muss dann, um das Böse zu tun, sich allem widersetzen. Dann, als nächster Schritt muss es so tun, als sei das, was es tut, von Gott gegeben. Dann, als nächster Schritt, muss es so tun, als sei es etwas ganz Besonderes. Dann, als nächster Schritt, muss es so tun, als wäre es auserwählt. Dann, als nächster Schritt legt es Verpflichtungen auf, dass die Religion auch leben kann. Dann, als nächster Schritt ist, dass möglichst viele es glauben. Es muss möglichst glaubhaft sein, wenn nicht, dann wenigstens mächtig, also im Zweifel auch gewalttätig und möglichst viele unterdrücken und viele Feinde besiegen. Das, wenn es das getan hat, dann druckt es ein Buch oder der Ruf verbreitet sich. "Alle sollen es glauben."

 

Das Böse zu tun ist einfach. Jeder kann das. Das Gute tun, das kann nicht jeder. Die Finsternis kann kein Licht hervor bringen, deshalb bekämpft sie alles, was mit ihrer Lüge zu tun tun. Damit das Böse tun und lassen kann, was es will, muss es Böse sein. Deshalb ist es so. 

 

 Matthaeus 6

22Das Auge ist des Leibes Licht. Wenn dein Auge einfältig ist, so wird dein ganzer Leib licht sein; 23ist aber dein Auge ein Schalk, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein!